Splint- und Borkenkäfer an sommergrünen Laubgehölzen


Wissenschaftl. Bezeichnung:
© DLR

Art:
Schädling

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Am Stamm oder an dickeren Ästen fallen kreisrunde Bohrlöcher von wenigen Millimetern Durchmesser auf. Meist ist der Baum schon stark geschädigt oder ganz abgestorben. In einigen Fällen lässt sich die Rinde leicht ablösen. Die Fraßgänge des Schädlings sind dann deutlich zwischen Rinde und Holz zu erkennen. In anderen Fällen gehen die Bohrlöcher tiefer ins Holz hinein. In den Fraßgängen findet man oft die cremefarbenen Larven oder auch die erwachsenen Käfer.

Biologie:
In den meisten Fällen werden stark geschwächte Bäume durch Splint- oder Borkenkäfer befallen, die z.B. durch Wurzelfäulen oder holzzerstörende Pilze bereits nachhaltig geschädigt sind. In einzelnen Fällen führt aber auch ein Befall z.B. mit Pracht- oder Bockkäferarten zum Absterben des Baumes. Neben den holzzerstörenden Käferarten gibt es auch Schmetterlingslarven (Blausieb, Glasflügler, Rindenwickler), die sich in Triebe, Stämme oder Rinde einbohren können. Eine genaue Bestimmung der Tiere ist nur durch Fachleute möglich, jedoch i.d.R. nicht erforderlich, da in den meisten Fällen nicht die Käfer die eigentliche Schadursache sind und außerdem eine Bekämpfung nicht mehr lohnt.

Bekämpfung:
Wie bereits gesagt, ist eine Bekämpfung der Käfer nicht notwendig. Viel wichtiger als der vorbeugende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind optimale Pflanz- und Kulturbedingungen.

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:


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