Versuchsanlagen mit Saum- und Bandstrukturen ab 2017

Stand: 07/14/2017
Bei der Teilnahme am Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung (EULLa) können landwirtschaftliche Betriebe u.a. auf ihren Ackerflächen Saum- und Bandstrukturen anlegen und erhalten dafür als Entschädigung für ihren Aufwand und die Ertragsverlust eine Ausgleichszahlung.

Damit die gesäten Saum- und Bandstrukturen einen hohen ökologischen Nutzen haben, erfolgt die Saat im Frühjahr mit vorgegebenen einjährigen oder mehrjährigen (5 Jahre) Mischungen und Saatstärken. Bei mehrjährigen Mischungen müssen zudem Pflegeschnitte teilweise im Frühjahr (Schröpfschnitt bei starker Verunkrautung) und auf Teilflächen im späten Sommer bzw. Herbst durchgeführt werden.

Im Projekt werden ab dem Jahr 2017

- für die Zulassungsliste an zwei Standorten neue mehrjährige Mischungen getestet

- an einem Standort die Auswirkung der Pflegemaßnahme an verschiedenen Zeitpunkte während des vorgeschriebenen Pflegezeitraums verglichen

- ein Vergleich der Bodenbearbeitung mit dem Pflug und dem Grubber vor der Aussaat durchgeführt

- und an einem Standort die Möglichkeit der Nachsaat in eine bestehende Saum- und Bandstruktur mit verschiedenen Sätechniken und Gemengen versuchsweise angelegt.

Die hierbei gewonnenen Kenntnisse dienen der Weiterentwicklung der Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahme „Saum- und Bandstrukturen im Ackerbau“ und Ableitungen von Pflegehinweisen für die Landwirte.






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