Absterbeerscheinungen an Wacholder


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Phytophthora cinnamoni

Art:
Krankheiten

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Wacholderarten sterben ganz oder triebweise ab. Die Nadeln verlieren dabei ihre grüne Farbe und werden fahl-grau, ohne dass sie abfallen. Die Rinde im erkrankten Wurzelhalsbereich zeigt beim Anschneiden eine typisch rotbraune Farbe. Gesundes Gewebe erscheint dagegen hell und saftig.

Bodendeckende Wacholderarten, die gern auf Friedhöfen verwendet werden, zeigen häufiger Absterbeerscheinungen. Hier erscheinen betroffene Triebe beim Anschnitt grau oder schwarz.

Sind nur Triebspitzen oder einzelne Triebteile vom Absterben betroffen, kann es sich um das sog. Triebsterben oder um einen Befall mit der Wacholderminiermotte handeln.

Biologie:

Bekämpfung:
Sind Pflanzen von diesem Pilz befallen, sollten sie umgehend entfernt werden, da eine direkte Bekämpfung des Erregers nicht möglich ist. Staunässe und Bodenverdichtungen begünstigen die Krankheit. Bei Neupflanzungen ist daher zu prüfen, ob die Bodenverhältnisse für Wacholder oder andere empfindliche Immergrüne geeignet sind.

Wird in schwere Böden gepflanzt, so ist durch entsprechende Drainagemaßnahmen dafür zu sorgen, dass Sickerwasser gut aus dem Wurzelbereich abgeleitet wird, damit es nicht zu Staunässebildung kommen kann.

Vorbeugend können Pflanzenstärkungsmittel wie z.B. Bacillus subtilis eingesetzt werden.

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:





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