Füttern mit der Grassilage 2018


Gute Qualitäten und zufriedenstellende Erntemengen kennzeichnen den ersten und in vielen Betrieben auch den zweiten Schnitt Grassilage 2018. Der 3. und 4. Schnitt - in vielen Betriebe die Futtergrundlage für die weibliche Nachzucht - ist weitgehend der Trockenheit zum Opfer gefallen. Die Startbedingungen für den Mais waren ideal, selbst wenn hier und da Erosion und Verschlemmungen das Auflaufen der Saat erschwerten. Die folgende Dürre machte die Hoffnungen auf eine gute Maissilageernte jedoch zu Nichte.

Was unter diesen Bedingungen bei der Rationsgestaltung zu beachten ist, beschreibt Birgit Köppchen, vom DLR Eifel in Bitburg.


Foto: © DLR
Ein Beispiel für gutes Silomanagement mit glatter Anschnittfläche und ohne lose Futterreste.


Zusammenfassung:
  • Die Grassilagen des ersten Schnittes 2018 weisen mit 6,2 MJ NEL, 155 g Rohprotein, 137 g nXP und einer RNB von +3 pro kg Trockenmasse gute Qualitäten auf.
  • Die Laboranalysen der Gras- und Maissilagen sind unverzichtbar.
  • Die Standardanalyse der Maissilagen sollte aufgrund der extremen Wachstums- und Erntebedingungen um die Gärqualität ergänzt werden.
  • Eine bedarfsgerechte Trogration für 25 kg Milch kann mit wenigen Futtermitteln gerechnet werden. Hofeigenes Getreide als Energiefutter wird mit dem Proteinfutter Rapsextraktionsschrot ergänzt. Futterharnstoff liefert den im Pansen nötigen Stickstoff. Ein Mineralfutter ohne Phosphor ist ausreichend.
  • Der Auswahl des Milchleistungsfutters kommt im Hinblick auf seine Zusammensetzung eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Dabei werden vermutlich Milchleistungsfutter mit einem hohen Anteil an Körnermais gehäuft zum Einsatz kommen.
  • Die gefüttert Stroh- und Heumengen sind auf den Prüfstand zu stellen. Die dürregeschädigten Maissilagen bringen voraussichtlich mehr Rohfaser in die Ration, so dass die Zugabe weiterer Strukturfutter entbehrlich sein wird.
  • Die Rationsberechnung ist für eine leistungs- und bedarfsgerechte Fütterung unverzichtbar.
  • Ein gutes Silo- und Futtertischmanagement entscheidet, ob sich die gerechnete Ration in der Praxis bewährt. Eine zweimalige frische Futtervorlage am Tag kann die Leistung um 1,0 kg Milch/Kuh/Tag erhöhen.
  • Ihr DLR nimmt die Aufträge zur Laboranalyse der Futtermittel und zur Berechnung der Ration gerne entgegen.

Im Dateianhang finden Sie die ausführlichen Empfehlungen zum Einsatz in der Fütterung.


Download: Grassilage-2018_Füttern.pdfGrassilage-2018_Füttern.pdf



Birgit.Koeppchen@dlr.rlp.de     www.DLR-Eifel.rlp.de drucken nach oben