Heiße Tage im Schweinestall – Hitzestress vermeiden

Stand: 06/24/2005
Autor: Detlef Groß, DLR Westerwald-Osteifel

Auf einer Lehrfahrt für Schweinehalter des DLR Westerwald-Osteifel im Juni 2005 an den Niederrhein konnten zwei Möglichkeiten zur Temperatursenkung beobachtet werden:
Ein Ferkelerzeuger hat auf dem nicht isolierten Dach seines Offenstalles für Wartesauen eine Sprenkleranlage aufgebaut, die er von Hand an heißen Tagen von Zeit zu Zeit anstellt. Durch die Verdunstung des Wassers wird das Dach gekühlt, so dass die Auf- heizung des Stallraums vermindert wird. Dachkuehlung per Sprenkleranlage - Aussenansicht des Stallgebaeudes
Dachkuehlung per Sprenkleranlage - Innenansicht des Stallgebaeudes
In einem Schweinemastbetrieb war eine andere Variante zu sehen. Die üppige Begrünung des Maststalles sorgt im Sommer für kühlenden Schatten.
Der Mäster holt in seinem Maststall nach einem Umbau die Zuluft für die Abteile aus dem an der kühleren Nordseite angebauten Versorgungs- gang. Im heißen Sommer 2003 hat er dort eine Rohrleitung installiert, die den Gang befeuchtet und somit für
Begruenung des Stallgebaeudes - Aussenansicht
Begruenung des Stallgebaeudes - Innenansicht
zusätzliche Abkühlung um bis zu 3-4°C in den Abteilen sorgt. Das funktioniert aber nur an trockenen Tagen. Bei schwülem Wetter würden durch die zusätzliche Befeuchtung Herz und Kreislauf der Schweine belastet. Im Winter kann man den Zentralgang beheizen.
Wenn Sie Ihre Stalllüftung überprüfen möchten, können wir mit Hilfe einer Nebelmaschine aufzeigen, welche Wege die Luft in Ihrem Stall nimmt und in Zusammenarbeit mit einem Lüftungsberater Verbesserungslösungen vorschlagen.
Ansprechpartner:Detlef Groß
02602/9228-14
detlef.gross@dlr.rlp.de





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